“Was hast Du gestern wieder gemacht?” “Nichts aufregendes, aber etwas durchaus reizvolles. Der Volksmund spricht vom Schönen im Kleinen.” Da hat er wohl recht, der Heinz Volksmund.
Auf unseren sonntäglichen Streifzügen mit der Kamera durch das herbstliche Köpenick entdecken wir immer wieder versteckte Orte, die wohl selbst ein Hauptmann nicht kennt. Das viele Maschieren ist ja auch sehr herausfordernd und anstrengend, aber eben oft betrüblich für den Blick. Das geht uns ja allen so, das tägliche Maschieren und Befehle verstehen. Ob mit Uniform oder mit Jeans von Lagerfeld. Da ist keine Zeit für Stille und verträumte Augenblicke. Tja, die werden wohl allzuoft von uns im täglichen Geströme zu den wirklich wichtigen Terminen übersehen und nicht wahrgenommen werden. Wahrscheinlich ist deswegen die Lüge unser alltäglicher Begleiter geworden. Ob von Medien, Journalisten oder Politiker ist doch völlig gleich, die Lügen sind alle gleich.
Aber dafür sind ja wir da, wir, die Knipser und Fotosafaristen und Künstler, immer auf der Suche nach – dem Bild, der Stimmung, nach dem Absoluten, dem Licht und der Erleuchtung, welche uns den ganz großen Blick und Horizont eröffnet. Doch was dann, der Blick hat tatsächlich verstanden, was machen wir dann mit dem Großen und Ganzen, mit der Erkenntnis aus Schönheit? Richtig, maschieren. Ganz gleich ob am Hindukusch oder in Grünau.
Der Mensch muss halt erst ein Tier werden, um zum Humanen zu finden. Das nannten wir früher den March durch die Instanzen. Und ich ahne mit Befürchtung, dass wird wohl noch einiges Wasser der Dahme in die Spree fliessen, bist er die Lebensfreunde, die Kraft und Intelligenz einer Kohlmeise erreicht.










